Unterricht
Mathematik
Der Mathematikunterricht in der Grundschule orientiert sich an den Prinzipien der Verstehensorientierung, Anschaulichkeit und des selbstständigen Lernens. Die Lernenden erhalten Gelegenheit, individuelle Lernwege zu entwickeln und mathematische Zusammenhänge auf unterschiedlichen Darstellungen zu erschließen. Offene Lernphasen und gelenkte Unterrichtsphasen können dabei zur Gestaltung des Unterrichts eingesetzt werden.
Das Kerncurriculum Mathematik für die Grundschule in Niedersachsen unterscheidet zwischen sechs prozessbezogenen Kompetenzen und fünf inhaltsbezogenen Leitideen. Die verbindlich erwarteten Lernergebnisse werden in Form von Kompetenzen beschrieben.
Prozessbezogene Kompetenzen:
Mathematisch argumentieren
Mathematisch kommunizieren
Probleme mathematisch lösen
Mathematisch modellieren
Mathematisch darstellen
Mit mathematischen Objekten und Werkzeugen arbeiten
Inhaltsbezogene Leitideen:
Zahl und Operation
Größen und Messen
Muster, Strukturen und funktionaler Zusammenhang
Raum und Form
Daten und Zufall
Die Leitidee „Muster, Strukturen und funktionaler Zusammenhang“ ist eng mit den übrigen vier Leitideen verbunden. Die prozessbezogenen und inhaltsbezogenen Kompetenzen werden im Mathematikunterricht stets im Verbund erworben und angewendet.
Durch vielfältige Aufgabenstellungen wird der Erwerb dieser Kompetenzen miteinander verzahnt. Die Aufgaben lassen sich zudem drei Anforderungsbereichen zuordnen:
Anforderungsbereich I: Reproduzieren
Anforderungsbereich II: Zusammenhänge herstellen
Anforderungsbereich III: Verallgemeinern und Reflektieren
Diese Anforderungsbereiche finden sowohl im täglichen Unterricht als auch in Leistungs- und Überprüfungssituationen Berücksichtigung.
Leistungsbewertung:
Die Mathematiknote setzt sich in den Jahrgängen 3 und 4 zu etwa 50 % aus schriftlichen Leistungen und zu etwa 50 % aus mündlichen und anderen fachspezifischen Leistungen zusammen. Zu den schriftlichen Leistungen zählen schriftliche Lernkontrollen sowie weitere schriftliche Leistungsnachweise. Die mündlichen und anderen fachspezifischen Leistungen umfassen beispielsweise Beiträge im Unterricht, mathematische Gespräche, Präsentationen und weitere fachbezogene Leistungen. Die genaue Gewichtung und die Formate der Leistungsüberprüfungen werden von der Fachkonferenz festgelegt.
Im 1. und 2. Schuljahrgang liegt der Schwerpunkt der Leistungsbewertung auf der unmittelbaren Beobachtung der Lernenden und der Dokumentation ihrer individuellen Lernentwicklung.
(verantwortlich: Fachkonferenz Mathematik)