Durch den Einsatz offener Unterrichtsformen werden die Schülerinnen und Schüler schon früh zur Selbstständigkeit, Kooperation und Übernahme von Verantwortung erzogen. Gleichzeitig ermöglichen offene Unterrichtsformen auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler einzugehen.
Individuelle Lernmöglichkeiten wie das Lernen mit allen Sinnen, Selbstbestimmung des Tempos sowie der Reihenfolge bei der Bearbeitung der Aufgaben, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, verschiedene Arbeitsplätze, Entwicklung eigener Lernstrategien und die Bereitstellung von Zusatzangeboten stehen im Vordergrund. Anders als im herkömmlichen Unterricht ist die Rolle des Lehrers zu sehen als Berater, Moderator und Helfer, der Lernprozesse anregt, Kinder beobachtet und wenn nötig, behutsam und individuell auf diese einwirkt.

Eine der praktizierten Methoden offenen Unterrichts ist das Arbeiten in einer Werkstatt. Das Gelingen einer Werkstatt hängt im Wesentlichen von der exakten und durchdachten Vorbereitung der Aufgaben durch die Lehrkraft ab.

Unter Werkstattarbeit versteht man:

  • fächerübergreifende (Deutsch, Mathe, Kunst, Musik, SU) Aufgaben zu einem Thema (ca. 10-20 Aufgaben), die sowohl in Einzel-, Partner, als auch   Gruppenarbeit erledigt werden
  • handelnder Umgang mit verschiedenartigen Materialien (z.B.: Lernspiele, 
    Karteien, themenbezogene reale Gegenstände, Einbeziehung von Literatur   sowie anderer Medien wie Computer, CD/Kassettenrekorder)
  • Zuständigkeit der einzelnen Schülerinnen und Schüler für ein Lernangebot   (Erklärung und Kontrolle der Aufgabe sowie Verantwortung für das Material)
  • Einhaltung eines vorgegebenen Ordnungsrahmens (Führen eines 
    Laufzettels, auf dem erledigte Aufgaben abgezeichnet werden, Selbstkontrolle durch Lösungsblätter, angemessenes und sachbezogenes Arbeitsverhalten).