Das Kooperationsmodell zwischen der Förderklasse mit dem Schwerpunkt Sprache und einer Partnerklasse der Grundschule besteht in Winsen seit dem Schuljahr 1994/95. An der Alten Stadtschule hat sich dieses Modell bewährt und wurde dann mit dem Schuljahr 1999/2000 an der Schule im Borsteler Grund weitergeführt.
Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich der Sprache aus dem Einzugsgebiet der Wolfgang-Borchert-Schule (Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen) werden über die ersten zwei Schuljahre kooperativ beschult. Räumlich sind die zwei Förderklassen mit dem Schwerpunkt Sprache an der Grundschule angesiedelt, organisatorisch gehören sie zur Wolfgang-Borchert-Schule. Inhalt des Kooperationsmodells ist das gemeinsame Unterrichten von sprachauffälligen Schülern mit Grundschülern. Hierzu gibt es besondere Organisationsformen und methodische Grundprinzipien:

  • In der Förderklasse mit dem Schwerpunkt Sprache sind maximal 10, in der Partnerklasse möglichst höchstens 17 Kinder.
  • Die Räume der beiden Klassen befinden sich nebeneinander und sind mit einer Tür verbunden.
  • Grundschul- und Förderschullehrerinnen planen und unterrichten gemeinsam unter Einbeziehung sprachheilpädagogischer Aspekte.
  • Neben gemeinsamen Unterrichtsstunden erfolgen je nach Inhalt auch getrennte Unterrichtsabschnitte, z. B. in Festigungs- und Übungsphasen.
  • Jeder Schüler der Förderklasse mit dem Schwerpunkt Sprache erhält ca. 2 Stunden Sprachtherapie und Förderunterricht (je nach Bedarf) durch die Förderschullehrerinnen.

Je nach pädagogischer Notwendigkeit haben die Schüler der Förderklasse mit dem Schwerpunkt Sprache die Möglichkeit, die Lernziele der Klasse 1 und 2 in insgesamt drei Jahren zu erreichen.

Durch den engen Kontakt von Förderschul- und Grundschülern, gerade auch in offenen Lernsituationen, wird eine gegenseitige Akzeptanz, Zusammenarbeit und Selbstständigkeit erreicht und gefördert. Freundschaften entstehen.

Auch im außerschulischen Bereich werden Unternehmungen, wie z. B. Feste, Klassenausflüge und -fahrten, gemeinsam mit der Elternschaft geplant und durchgeführt.

Ziel dieses Kooperationsmodells ist die Beseitigung der Sprachauffälligkeiten der Schüler und die Eingliederung in die Heimatgrundschule ab Klasse 3