Der Schulkindergarten ist Teil der Grundschule und hat die Aufgabe, vom Schulbesuch zurückgestellte schulpflichtige Kinder bis zur Schulfähigkeit zu fördern.
Kinder, die schulpflichtig, aber aufgrund ihrer körperlichen, sozialen, geistigen oder seelischen Entwicklung noch nicht schulfähig sind, sollen so gefördert werden, dass nicht nur ihre Schulfähigkeit, sondern auch ihre Schulbereitschaft gestärkt wird, so dass sie in der ersten Klasse der Grundschule erfolgreich mitarbeiten können. Aufgabe des Schulkindergarten ist es, alle Kinder ihren individuellen Möglichkeiten entsprechend in ihrer gesamten Persönlichkeit zu fördern sowie Entwicklungsrückstände bzw. Störungen im sozialen, emotionalen, motorischen oder kognitiven Bereich aufzuarbeiten.
Wesentliche Bereiche des einjährigen Programms des Schulkindergartens sind:

  • Sozialerziehung und Persönlichkeitsentwicklung
  • sprachliche Kommunikation
  • Wahrnehmungsschulung
  • Heranführung an die Schriftsprache
  • Schulung des Mengenverständnisses
  • Heranführung an die Zahlen und Ziffern, Zählen
  • Malen, Zeichnen und Basteln
  • Schulung der Feinmotorik
  • Bewegungserziehung, Sport, Rhythmik und Musik
  • Umwelt- und Sachbegegnung.

Den Schulkindergarten besuchen in der Regel etwa 10-15 Kinder. Diese Größe ermöglicht eine intensive individuelle Förderung der Kinder, deren Entwicklungsverzögerungen meist sehr unterschiedlich sind (z.B. im Bereich Sprache, im Bereich Motorik, im sozial-emotionalen Bereich).

Anders als in der Schule gibt es im Schulkindergarten keine Fächer (mit Ausnahme von Sport und psychomotorischem Turnen). Die einzelnen Lern- und Förderbereiche sind eingebettet in größere Einheiten und Projekte – das Lernen soll weitgehend ganzheitlich gestaltet werden:
Die Bereiche leiten sich u.a. aus Themen wie Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Weihnachten, Ostern, Tiere, Pflanzen, Märchen, Straßenverkehr usw. ab. Es wird meist spielerisch gelernt: Der „Unterricht“ besteht aus Übungen zur feinmotorischen Schulung (Mal- und Zeichenübungen, Arbeiten mit Schere und Klebstoff/ Bastelarbeiten, Geschicklichkeitsspiele), zur Mengen- und Zahlenbegriffsbildung, zum Zählen und Ziffernerkennen (von der 1 bis zur 12), zur Förderung der Merkfähigkeit, der genauen Beobachtung und des genauen „Hinhörens“, zum Vergleichen, zur Förderung des Sprachvermögens (Wortschatzerweiterung, Erzählen, Nacherzählen, Sprechübungen, Reimen), zum Buchstabenerkennen und Buchstaben-/ Wörterabschreiben und Buchstabenzusammensetzen nach Vorgaben (Schülerdruckerei). Des weiteren werden Grundlagen des sozialen Miteinanders und Ordnung-Haltens, des Verstehens von Sachzusammenhängen und Abläufen und des Zeitbegriffs vermittelt. Es wird gemalt (mit Buntstiften, Wachsmalstiften und Wasserfarben), gesungen und getanzt – es werden rhythmische Übungen und Übungen zum Zusammensetzen von Gegenständen und zum Konstruieren durchgeführt, Brett- und Rollenspiele gespielt. Außerdem beinhaltet jeder Schultag eine Freispielphase.

Eine wichtige Unterrichtsform unserer Schule ist der offene Unterricht. Er wird bereits im Schulkindergarten in Form von Stationslernen und Werkstattarbeit eingeübt und praktiziert.
Der Schulkindergarten ist Teil der „verlässlichen“, "offenen" Ganztags- Grundschule, d.h. auch für die Schulkindergartenkinder wird eine verlässliche Anwesenheit in der Schule im Zeitraum von 8.00 h bis 11.55 h oder - bei Anmeldung im Ganztag - bis 15:30 h garantiert.